20 Jahre BBK Osterholz in Worpswede

Dienstag, 9. März 2010

Nun gibt es kein Zurück mehr: Am Sonntag, 7. März, wurde in der Galerie Bernack in der Alten Molkerei die vorerst letzte Ausstellung eröffnet. In seinen einleitenden Worten konnte Lothar Bernack, der schon seit Januar nicht mehr Eigentümer des Gebäudeensembles ist, leider keine Perspektive für die Zukunft beschreiben. Offensichtlich hält sich der neue Eigentümer – Knut Schakinnis, Betreiber der Theaterschiffe Bremen und Lübeck – bedeckt oder er ist noch unentschlossen.

BBK Osterholz

Bürgermeister Stefan Schwenke jedenfalls dankte Herrn Bernack für dessen Engagement, das die dauerhafte Präsentation der Mitglieder des BBK in der Galerie “art99″ möglich machte, nachdem das Alte Rathaus nicht mehr zur Verfügung stand. Natürlich äußerte auch er den Wunsch, dass dieser lebendige Ort zeitgenössischer Kunst den Worpswedern und seinen Künstlern erhalten bleiben möge.
Erhard Kalina als Vorsitzender des BBK dankte Lothar Bernack für dessen großzügige Unterstützung der ansässigen Künstlerinnen und Künstler und wagte keinen rechten Ausblick auf die Zukunft. Für ihn wie die anderen beteiligten Künstler beginnt eine Zeit der Unsicherheit. Nicht nur die Präsentation von Kunst sei immer schwieriger, sondern in digitalen Zeiten zunehmend auch deren rechtlicher Schutz. Die Vorstellungen der Künstler/innen an die Politik heranzutragen, sieht er als eine der wichtigen Aufgaben des BBK.

BBK Osterholz

Die 21 an der Ausstellung beteiligten Künstlerinnen und Künstler repräsentieren eine große Bandbreite an künstlerischen Stilen, an Materialeinsatz und an künstlerischer Qualität. Jedes Mitglied sollte Arbeiten aus seinem Beitrittsjahr und aktuelle Arbeiten auswählen. Erhard Kalina mochte keine seiner Kolleginnen, keinen seiner Kollegen namentlich erwähnen und damit aus der Gruppe herausheben.
Wir dürfen diesen Mut vielleicht haben. Der Kunstprofessor des Autors machte in seinen Veranstaltungen in den 70er-Jahren noch “Kunst kommt von Können” zum Leitsatz. Dass der in “Nach-Beuys’schen” Zeiten nicht mehr unbedingt Gültigkeit hat, mag man als zeitgemäß hinnehmen. Es muss aber erlaubt sein, die ausgestellten Exponate einmal an dem Können ihrer Schöpfer zu messen. Auffällig in diesem Sinne natürlich die großformatigen, hyperrealistisch-perfekten Akte von Mariola Bogacki. Sie schwelgt gekonnt in Faltenwürfen, Putzstrukturen und samtigen Hauttönen, aber es fehlt ein wenig am Menschlichen, man könnte auch sagen an erotischer Ausstrahlung. Beim Stöbern im Internet finden wir allerdings heraus, dass die Gemälde aus ihrer Symbolismus-Reihe stammen, daher diese Wirkung offensichtlich so beabsichtigt ist.
Herausragend auch – wie immer – Hans Bock mit seinen ebenfalls farbkräftigen Bildern , die collageartig Zeichenelemente integrieren und eine Bildspannung erzeugen, die den Betrachter lange verweilen lässt. Karin König zeigt in ihren Exponaten ihre ganz persönliche Entwicklung von einer dem Jugendstil verbundenen Batik zur Künstlerin mit graphischen, abstrakten und ethnologischen Bezügen. Bei ihr war übrigens das Entstehungsjahr der frühen Arbeit vermerkt, was man bei den meisten anderen Künstlern leider vermisste – auch wenn es zum großen Teil an den Arbeiten erkennbar war.
Ganz sicher werden wir diese interessante Ausstellung zur genaueren Betrachtung noch einmal besuchen und empfehlen sie auch unseren Lesern. Machen Sie sich ein eigenes Bild davon, wie unsere aktuelle Kunstszene in Worpswede beschaffen ist, vielleicht entdecken Sie ja genau Ihre Lieblingskünstlerin, Ihren Lieblingskünstler? Vielleicht kann man solch ähnliche Bilder auch günstig bekommen. Beispielsweise eignen sich die Kleinanzeigen bei anounz.de dafür sehr gut. Auch stehen verschiedene Plattformen für Kunst und Künstler zur Verfügung.

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Stiftungsbasar offiziell eröffnet

Montag, 8. März 2010

Stiftung WorpswedeBereits seit Ende Februar präsentiert sich die Stiftung Worpswede in der Passage an der Bergstraße 32 mit einer eigenen und besonderen Verkaufsidee. Die feierliche Eröffnung bei gutem Wein fand nun am Samstag, 6. März, statt und lockte nicht nur wegen der Tombola etliche Besucher an. (Der Autor hat leider keinen der wertvollen Preise gewonnen, die von Worpsweder Geschäftsleuten gern zur Verfügung gestellt wurden!)

In dem liebevoll eingerichteten Laden werden gebrauchte, aber sehr gut erhaltene Bücher aller Genres – vom Krimi bis zum Kochbuch, Kunstbände ebenso wie Anleitungen zur richtigen Gartenpflege – zum günstigen Preis angeboten. CD und DVD bereichern das Angebot. Daneben werden in Vitrinen und auf hübsch dekorierten Tischen und Regalen kunsthandwerkliche Gegenstände und ausgefallene Gebrauchsartikel angeboten. Sie sind zu einem Mindestpreis zu bekommen, doch die im Laden tätigen ehrenamtlichen Verkäuferinnen und Verkäufer – in erster Linie Charlotte Meier – freuen sich natürlich über eine deutliche “Aufrundung”. Es wird mit dieser lockeren Preisgestaltung ausdrücklich an die Spendenbereitschaft der Besucher apelliert aber auch deutlich gemacht, dass die Stiftung auf keinen Fall in Konkurrenz zu den etablierten Geschäften treten möchte.

Stiftung Worpswede

Um einem hoffentlich schnellen Schwund durch Verkauf rechtzeitig zu begegnen, bittet die Stiftung alle Worpsweder, sich mit Buchspenden (bitte wenden an Eckard Hagge unter 04792 / 1540) und gut erhalten besonderen Stücken, seien es Gebrauchsgegenstände oder Spenden aus den Ateliers der Kunsthandwerker (bitte wenden an Steffi Ulrich unter 04792 / 951130) an dem Gelingen des Stiftungsladens zu beteiligen.

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Ein verspätetes aber gleichwohl frohes Neues Jahr…

Samstag, 23. Januar 2010

Winter in Worpswede

…wünscht allen Leserinnen und Lesern der worpswede-blog! Obwohl der Wunsch nur noch für etwas mehr als 11 Monate gilt, wollten wir es nicht versäumen, unseren Besucher/inne/n alles Gute zu wünschen. Hoffen wir, dass die Krise in diesem Jahr nicht so wie befürchtet auf den Arbeitsmarkt durchschlägt. Nehmen wir es als ein gutes Omen, dass Worpswede seinen Status als staatlich anerkannter Erholungsort behaupten konnte. Wenn unsere Hoteliers nun auch noch mitziehen und die Milliarde Mehrwertsteuersenkung an ihre Gäste weiter geben, kann es doch nur aufwärts gehen mit unserem Dorf. Macht es bitte aber nicht so wie das Hotel Ritzi in München, wo statt Preissenkung kostenloses Süffeln aus der Minibar eingeführt wurde. Das schadet nun wiederum nur unseren Gastronomen, die ihr Bier und ihren Schnaps nicht mehr loswerden!
In diesem Sinne – bis bald mit hoffentlich wieder interessanteren Informationen.

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Kunsthandwerkermarkt als Publikumsmagnet

Dienstag, 24. November 2009

Zum 21. Mal fand der Worpsweder Kunsthandwerkermarkt im wunderschönen Rathaus in der Bauernreihe statt und auch in diesem Jahr ließ es sich Bürgermeister Schwenke nicht nehmen, eine kleine Eröffnungsansprache zu halten. Mehr als 7000 Besucher nutzten die Gelegenheit, hochwertiges und sehr individuelles Kunsthandwerk aller Sparten zu betrachten und zu erwerben. Geduldig beantworteten die ausstellenden Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker die Fragen der teilweise weither angereisten Gäste.
Das Sitzungszimmer zog ebenfalls viele Besucher an, denn dort waren insgesamt 36 Tombolagewinne im Wert von etwa 3.000 Euro ausgestellt, durchweg Spenden der Worpsweder Aussteller und der diesjährigen Gastaussteller. Der Erlös der Tombola, insgesamt mehr als 1.800,-Euro, fließt der Stiftung Worpswede für die Sanierung der Böttjerscheune zu.
Am Freitag, 27.11.09, wird Herr Ganten in seiner Funktion als Vorstand der Stiftung Worpswede aber auch als Notar die Ziehung der Gewinner vornehmen.
Im Archiv wird in den nächsten Tagen ein kleines Video freigeschaltet, viel Spaß beim Betrachten!

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Worpsweder Kunsthandwerkermarkt im 20.Jahr

Mittwoch, 18. November 2009

Die Individualität im Kunsthandwerk, das Gespür für Einzelstücke, die Lust am Erwerb eines nur einmal vorhandenen Unikates wollen die Worpsweder Kunsthandwerker in ihrer 21. Ausstellung im Worpsweder Rathaus den Besuchern vermitteln.
Am 21. November um 11 Uhr wird Bürgermeister Stefan Schwenke „sein“ historisches Gebäude für zwei Tage den Kunsthandwerkern und ihren Besuchern überlassen. Zwei Tage, an denen ein Querschnitt aus den aktuellen Kreationen der ausstellenden Keramiker, Glas- und Textildesigner, Gold- und Silberschmiede, Holzschnitzer und Designer unterschiedlichster Materialien zu sehen sein werden.
Auswärtige Gäste kommen mit ausgefallenen Ideen und Umsetzungen und bereichern damit das hohe Niveau dieses alljährlichen Marktes.
Auch in diesem Jahr gibt es bei einer Tombola Preise aus den Kollektionen der Aussteller/innen zu gewinnen. Der Erlös aus dem Losverkauf fließt der Stiftung Worpswede zu und soll ein wenig zur Sanierung der Böttjerscheune beitragen. Die Gewinne können vorab im Sitzungszimmer besichtigt werden, wo sich die Stiftung Worpswede ebenfalls vorstellt, um die notwendigen Maßnahmen zur Rettung der dem Rathaus gegenüber liegenden Scheune zu erläutern. In der Scheune findet zeitgleich ein Bücherflohmarkt statt, so dass auch eine Besichtigung des Objekts möglich ist.
Wer sich ein wenig ausruhen möchte, kann im Sitzungszimmer eine Diaschau betrachten, die Arbeitsabläufe und Entstehungsgeschichten großer und kleiner Werkstücke der Kunsthandwerker/innen zeigt, angereichert mit Worpsweder Herbstlandschaften.
Am 21. und 22. November, an beiden Tagen von 11.00 bis 18.00 Uhr, besteht die Gelegenheit mit den Ausstellern zu fachsimpeln und einen Blick in deren Arbeitswelt zu werfen. Die Ziehung der Tombolagewinne findet am Sonntag um 17.00 Uhr statt.
Weitere Infos über die Kunsthandwerker/innen und die diesjährigen Gastaussteller unter
www.worpsweder-kunsthandwerk.de

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Kaum noch Schotter

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Damit ist in diesem Fall nicht der Schotter im Portemonnaie gemeint, sondern der auf den Rad- und Wanderwegen, über den wir uns im Frühjahr mal geärgert und ausgelassen haben. Die meisten Wege wurden inzwischen mit der endgültigen Decke versehen, sind auch mit leichten Rädern gut befahrbar und wir möchten wegen unserer damaligen harten Kritik bei den Verantwortlichen Abbitte leisten. Wir müssen keine übermäßige Angst mehr um unsere Reifen haben, danke!

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Alle Vögel sind schon da…

Mittwoch, 21. Oktober 2009

…nur leider nicht die Frühlingsboten, sondern die Überwinterer. In den Hammewiesen rund um das breite Wasser haben Wildgänse – in der Hauptsache Brandgänse und Nonnengänse – ihr geschütztes Quartier gefunden. Es ist ja immer wieder ein besonderes Schauspiel, die doch recht großen Wasservögel im Schwarm anfliegen zu sehen und ihre teilweise ungeschickten Landungen auf dem Wasser mit zu erleben. Und wenn es nicht zu kalt oder feucht ist, kann man bei diesem Schauspiel wunderbar entspannen.

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Peter Zimmermann geehrt

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Einen ähnlich großen Andrang zu einer Kunstausstellung hat der Kunstverein Osterholz in seinen Galerieräumen im Gut Sandbeck wohl selten erlebt. Bestimmt mehr als 200 Gäste wollten der Ausstellungseröffnung zum Gedenken an den Maler und Grafiker Peter Zimmermann beiwohnen. So fand die Laudatio der Kunsthistorikerin Dr. Birgit Nachtwey, die sich schon seit Jahren intensiv mit dem Werk von Peter Zimmermann beschäftigt, in der großen Scheune des Gut Sandbeck statt. Sie schilderte den Menschen Peter Zimmermann als Ehemann, Vater, Künstler und treibende Kraft des Kunstvereins in anrührenden Worten. Seinen künstlerischen Werdegang beschrieb sie von der Grundschulzeit bis zu seinem viel zu frühen Tod vor genau zwei Jahren.
Seine künstlerische Hinterlassenschaft besteht aus etwa 80 Ölbildern – ohne die Kunsthandelsbilder mit Moormotiven, die er in seinen frühen Jahren zum Lebensunterhalt seiner Familie malte – und 130 Radierungen. Peter Zimmermann war ein fröhlicher, zugleich sehr nachdenklicher Mensch, der sich über Gedankenlosigkeit im Umgang mit der Natur sehr aufregen konnte. Die jetzige Ausstellung zeigt überwiegend Motive, die den Widerspruch zwischen Natur und Urbanität darstellen, die negative Spuren des Menschen in seiner Umwelt zeigen, aber immer so, dass der Betrachter nicht abgestoßen, sondern zum Entdecken ins Bild hineingezogen wird. Er stellt die Absurdität menschlichen Handelns an den Pranger ohne anzuklagen, sondern um Denkanstöße zu geben.
In seinem künstlerischen Schaffen war Peter Zimmermann fast pedantisch, so, wie man ihn als Freund und Kollegen in seiner Außenwirkung nie erlebte. Er führte gewissenhaft Werkstattbuch, vermerkte für alle seine Platten die Säuremischungen, die Ätzzeiten und natürlich sehr genaue Farbangaben. In den letzten Jahren hat er zunehmend ihm wichtige Radierungen als Ölmalerei noch einmal aufgegriffen und großformatig auf die Leinwand gebracht.
In der Ausstellung in der Galerie im Gut Sandbeck sind etliche Radierungen und großformatige Ölbilder zu sehen, die zum Teil als Leihgaben aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt wurden. Die Ausstellung ist noch bis zum 22.11.09 , jeweils Fr. und Sa. von 15 – 18 Uhr, So von 10 – 12 und von 15 – 18 Uhr zu besichtigen.

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Letzte Ausstellung in der Galerie Bernack

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Mit einer Retrospektive eines anerkannten Künstlerpaares beendet der Galerist Lothar Bernack seine erfolgreiche Tätigkeit in der Alten Molkerei. Die in Design und handwerklicher Ausführung herausragenden Keramiken von Dorothee Colberg-Tjadens (1923-2004) und die unverändert modernen Skulpturen von Günter Colberg (1927 – 1980) haben in den Räumen der Galerie Bernack einen würdigen Rahmen gefunden. Bürgermeister Stefan Schwenke bezog sich in seiner Laudatio einerseits auf die Künstler, würdigte aber natürlich besonders das Engagement von Lothar Bernack, der nach der Übernahme der Galerie “Bollhagen” in wirkliche große Fußtapfen getreten ist, seiner Vorgängerin aber mit etlichen auch überregional beachteten Ausstellungen durchaus das Wasser reichen konnte.
Wir sind gespannt, wie es mit der Alten Molkerei, insbesondere mit den wunderschönen Galerieräumen weitergeht und wünschen Lothar Bernack alles Gute für seine weiteren privaten Pläne – denn das ist sicher, er wird nur noch “Privatier” sein.

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Kürbis, Knipp und Räucherfisch

Freitag, 18. September 2009

Bauernmarkt in WorpswedeWelcher Duft ging von unserem herbstlichen Bauernmarkt aus, und wie prächtig leuchteten Kürbis und Co im strahlenden Sonnenschein des sonntäglichen Bauernmarktes!

Man traf Nachbarn, Freunde, Touristen und schlenderte zwischen den widersprüchlichsten Düften umher. Honig, gegenüber Knipp, nur wenige Meter weiter ein Räucherofen mit Fisch, Kaffeeduftfahnen überall.

Allein die Vielfalt an Kürbissen lohnte den Gang über den Markt, der durch eine Tombola mit sehr amüsanter Präsentation der Gewinner bereichert wurde.

Worpswede ist eben doch ein Dorf, ein schönes!

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