Beitrags-Archiv für die Kategory 'Allgemein'

en plein air 2

Donnerstag, 16. Juni 2011 17:01

In loser Reihenfolge möchten wir einige der Großplakate vorstellen, die in Worpswede und der umliegenden Landschaft verteilt sind. Wir berichteten darüber. Am See des Barkenhoffs wurde das Gemälde “Frühling” (1897) von Heinrich Vogeler aufgestellt. Es passt sich wunderbar in die Landschaft ein, auch wenn es an Birken fehlt. Die hübsche, junge Martha (ab 1901 Vogelers Ehefrau) blickt gedankenverloren ins Moor und trägt dabei ein duftig wirkendes Jugendstilkleid. Oder betrachtet sie den kleinen Vogel, das “Markenzeichen” des Künstlers und denkt dabei an ihren Liebsten?

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Von Watschenpatschern und Esmeralden…,

Dienstag, 14. Juni 2011 12:54

…von Lochhapsern, Narflektaten und vieräugigen Ohrenduddeler Tanztieren, die derzeit in der Galerie Altes Rathaus in Worpswede zu sehen sind, möchten wir euch gern berichten. Zum Glück sind sie alle so klein, dass sie in Terrarien von der Größe eines Taschenbuches passen, denn die Beschreibungen dieser Wesen sind zum Teil furchterregend, zum Teil erfordern die Tierchen jedoch unser ungeteiltes Mitleid. Gefunden und benamt wurden diese merkwürdigen Kreaturen von Edmund Alfred Brehm, alias Kai Splittgerber. Bildlich katalogisiert hat sie die Grafikerin Dorothea (Doro) Huber. Die abenteuerliche Arbeit dieser beiden Künstler mündete nicht nur in der Ausstellung, sondern wurde ebenso in einem Buch festgehalten, in “Brehms Tierland”.

Brehm begibt sich mit dem kauzigen und tyrannischen Kapitän Pamphile auf die Suche nach Tierland und tatsächlich – er entdeckt diese bislang unbekannte Insel und erlebt dort die spannendsten Abenteuer mit den seltsamsten Tieren und er macht innige Bekanntschaft mit der Tierlandfrau. Die Beschreibungen aus Kai Splittgerbers Feder sind absolut lesenswert. Sie zeigen einerseits beinahe kindliche Phantasie (dieses Wort sieht nur in der alten Rechtschreibung passend aus!), Witz und Freude am Fabulieren, aber ebenso ein sehr intelligentes und erfahrenes Spiel mit unserer Sprache. Zitat: “Das vieräugige Ohrenduddler Tanztier macht mit seinen Ohren Musik. Es klingt, als würde man mit einer Katze auf eine Trommel schlagen. Außerdem tanzt das vieräugige Ohrenduddler Tanztier pausenlos und wippt dabei mit dem Kopf auf und ab…..Man kann mit dem vieräugigen Ohrenduddler Tanztier hervorragend tanzen, ich habe es selbst ausprobiert.” Sehr viel trauriger stimmt uns das Leid der Bospera. Zitat:”Die Bospera lebt in wunderschönen tiefblauen Gewässern. Doch mit dem Wasser hat es etwas Merkwürdiges auf sich: Die Tiere werden von seinem Anblick so traurig, dass sie beginnen, sich selbst zu essen und dabei ihren flüssig gewordenen Körper auszuweinen…..Auch ich wurde beim Anblick dieser Gewässer so tieftraurig, dass ich mich selbst verspeisen wollte. Zum Glück aber war der Biss in meinen Zeh viel zu schmerzhaft…”
Zu diesen beiden Wesen und vielen anderen hat die junge Grafikerin Doro Huber wunderschöne, phantasievolle Zeichnungen, Collagen und Objekte geschaffen, die den Beschreibungen des Autors entsprechen, aber immer noch viel Raum für eigene Vorstellungen lassen. Beim Betrachten der kleinformatigen Objektkästen kann man lange in den skurilen Gestalten versinken, besonders wenn man sich die Zeit genommen hat, die einfühlsamen Texte darunter aufmerksam zu lesen.
Der Autor Kai Splittgerber studierte Kulturwissenschaften und kreatives Schreiben an der Uni Hildesheim. Er schreibt sowohl journalistisch als auch literarisch und hat für die Idee zu “Brehms Tierland” das Niedersächsische Arbeitsstipendium 2010 erhalten.
Dorothea Huber hat an der HAWK Hildesheim Grafikdesign studiert. Sie illustriert für Magazine wie “Das Magazin”, “Brigitte” und andere. Das 2008 erschienenes Buch “Kapitän Pamphile” von Alexandre Dumas wurde von ihr illustriert und landete auf der Shortlist der schönsten Bücher. Und die ihr verliehene Auszeichnung vom Art Directors Club muss sich eine Gestalterin schon schwer verdienen.

Also, Hochachtung vor diesen beiden äußerst sympathischen Künstlern, die es sich nicht nehmen ließen, das von uns erworbene Buch mit einer sehr persönlichen Widmung zu versehen! Danke noch einmal dafür.
Die Ausstellung ist noch bis zum 3.7.2011 zu besichtigen und es lohnt sich! Das Buch gibt es im Buchhandel (Edition Büchergilde) oder verbilligt für Mitglieder direkt bei der Büchergilde.

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Daily paintings von Stefan Ringeling

Montag, 13. Juni 2011 18:02

Seit September letzten Jahres arbeitet Stefan Ringeling an seinem Projekt der “täglichen Malereien”, kleinen Ölbildern, die Alltagsszenen, Objekte des täglichen Lebens oder die Landschaft im Jahreszeiten- und Wetterwandel zeigen. Für den Künstler ergibt sich aus diesem Projekt die Möglichkeit, jeden Tag als etwas Besonderes darzustellen, jedem Tag einen Wert beizumessen. Mal sind es Touristen vor der Kunsthalle Netzel, die ein uns nicht sichtbares Motiv fotografieren, mal sind es die Kühe auf der sommerlichen Weide. Aber auch vor der täglich kleiner werdenden Knoblauchknolle macht Ringeling nicht halt und erweitert damit die Sichtweise des Betrachters. Wir haben diesen Knoblauch ebenfalls in unserer Küche herumliegen und er verliert ebenso täglich ein bis zwei Zehen. Doch haben wir uns bisher schon einmal Gedanken über die Ästethik dieses Gewürzes gemacht?

In Formaten von überwiegend 13×18 cm präsentiert uns der Maler und Grafiker aus der Entfernung fotografisch anmutende Bilder von Strauchtomaten, Erdbeeren, einem leeren Glas oder einem abgelegten Pinsel. Auch das Postauto am Bahnübergang wirkt zunächst fotorealistisch, bis wir uns ihm nähern. Fotografie ist eine anerkannte und schöne Kunst, aber gegen die Sinnlichkeit des lockeren Pinselstrichs, den Stefan Ringeling sicher beherrscht, hat sie keine Chance. So klein die Motive auch sind, sie bieten viel zu entdecken, allein von der Struktur der Motive, von der gekonnten Lichtführung her.
Noch bis zum 3.Juli 2011 sind die “Daily Paintings” in der Galerie Altes Rathaus zu betrachten. Sie werden sich in mindestens eines der Bilder vergucken, ganz sicher! Im Internet veröffentlicht der Künstler alle Bilder in seinem Blog. Zur Zeit stagniert die Arbeit leider ein wenig, weil er mit der Ausstellungsvorbereitung und -betreuung beschäftigt war und ist. Klicken Sie sich einfach mal rein in den www.stefanringeling.blogspot.com oder – noch besser – besuchen Sie ihn im Alten Rathaus Worpswede.

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Skateranlage endlich jugendfreundlich

Montag, 13. Juni 2011 17:14

Schon seit langer Zeit wollten wir mal über die “vergammelte” Skateranlage am Ortsrand schreiben. Doch jedesmal, wenn wir vorbeikamen, hatten wir keinen Fotoapparat dabei. Zum Glück! Denn nun können wir endlich nur noch Positives berichten. Zwar ist die Anlage immer noch außerhalb des Ortsgeschehens, aber die Landjugend hat ein wahres Wunder vollbracht. Innerhalb von 72 Stunden wurde nicht nur die Skaterbahn in Ordnung gebracht, sondern auch ein sehr stabiles und regendichtes Rasthäuschen errichtet.

Alle vier Jahre beteiligen sich Angehörige der Landjugenden an den 72-Stunden-Aktionen. Sie bekommen von ihrer Gemeinde oder anderen Institutionen Aufgaben gestellt, die sie innerhalb dieser recht kurzen Zeitspanne umsetzen müssen. Da die Worpsweder Jugendlichen schon eine Ahnung hatten, dass wieder – wie im Fall des Rasthäuschens bei Kärgel – eine handwerklich Aufgabe auf sie zukommen könnte, haben sie sich im Vorfeld um Materialspenden bemüht. So konnte die Arbeit gleich nach der Übergabe der “geheimen” Aufgabe durch Bürgermeister Schwenke beginnen.
Hoffentlich finden genügend Jugendliche den relativ kurzen Weg zu dem Platz an der Kreisstraße nach Osterholz. Und hoffentlich halten sie den Platz auch so in Ordnung und ehren und respektieren damit die tolle Arbeit der Landjugend.
Also, immer schön den Müll wegräumen und den Grill putzen, wenn ihr wieder nach Hause müsst!

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Workshop mit Doro Huber und Kai Splittgerber

Samstag, 11. Juni 2011 17:43

Gemeinsam haben sie ein überaus kreatives und unterhaltsames Buch geschaffen, der Autor Kai Splittgerber und die Illustratorin Doro Huber. Über die heute, Samstag den 11.6.2011, im Alten Rathaus eröffnete sehenswerte Ausstellung werden wir noch berichten. Vorab und wegen der Nähe des Termins möchten wir allerdings auf den Workshop hinweisen, den die beiden sympathischen Künstler am 12.6. und 13.6.2011 im Martin Kausche Atelier 5 leiten werden. Bildgeschichten schreiben und zeichnen – von der Konzeption bis zum fertigen Buch – ist das Thema. Gönnen Sie sich zwei kreative Tage mit diesen beiden liebenswerten Künstlern!
Am Sonntag, 12. Juni um 19 Uhr wird Kai Splittgerber in der Galerie Altes Rathaus aus dem Buch “Brehms Tierland” lesen und die Illustrationen dazu projezieren. Das verspricht ein anregender Abend zu werden.

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En plein air et en plein soleil in Worpswede

Donnerstag, 12. Mai 2011 17:04

Nein, keine Angst, wir fangen jetzt nicht auch noch mit Französisch an, wo unsere Sprache doch schon mit Anglizismen durchsetzt ist. Aber bei der Eröffnung der gleichnamigen, ungewöhnlichen Ausstellung erläuterte uns Frau Dr. Birgit Nachtwey Herkunft und Bedeutung dieses Begriffes. Vor der Terrasse des Barkenhoffs hatte sich eine recht ansehnliche Schar von Kunstinteressierten – vor allem Worpsweder, man begrüßte und herzte sich massenhaft – eingefunden, um den erklärenden Worten zunächst unseres Bürgermeisters Stefan Schwenke und dann denen der eben genannten Kunsthistorikerin zu lauschen.

Eröffnung en plein air

Sommertag mit Strohhüten


Außerhalb Worpswedes geht das Gerücht, durch Umbaumaßnahmen und Sanierungen sei das Künstlerdorf weitgehend “geschlossen”. Dieser Eindruck hält viele von einem Besuch ab, was schon an deutlich zurückgehenden Gästezahlen festzustellen ist. Daher entwickelte sich die Idee, Kunst aus den Museen in die Öffentlichkeit, unter freien Himmel, en plein air zu bringen. Damit soll deutlich gemacht werden, dass Worpswedes Kunstschatz nach wie vor zugänglich ist. Gleichzeitig kann so auf beeindruckende Weise gezeigt werden, an welchen Orten die Bilder entstanden sind. Ganz so einmalig in Europa, wie es Bürgermeister Schwenke euphorisch darstellte, ist die Idee, Kunst auf großformatigen Stellwänden in die Landschaft und “auf die Straße” zu bringen, allerdings nicht. Aber es ist schon ein geschickter Marketingeinfall, die Spaziergänger über die großformatigen Drucke auf LKW-Plane auf die Originale neugierig zu machen.

Den Begriff “en plein air” beschrieb Frau Dr. Nachtwey als eine Bezeichnung aus der Kunstgeschichte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verließen immer mehr Künstler ihre Ateliers, um unmittelbar nach der Natur zu malen, ihre Stimmungen einzufangen und sich vom idealisierten Naturbild zu lösen. Plötzlich gab es den Sonnenuntergang, der auch die Landschaft rot bis violett einfärbte, Flächen lösten sich auf in ihre Farbbestandteile und der Mensch in der Natur spielte eine Rolle. Vorreiter dieser Entwicklung war die “Schule von Barbizon” mit bedeutenden Malern wie Jean-Baptiste Camille Corot, Charles-François Daubigny, Théodore Rousseau und Jean-François Millet.

Frau Dr.Birgit Nachtwey


Nachdem Dr. Birgit Nachtwey allen an der Umsetzung der Idee Beteiligten gedankt hatte, forderte sie die Besucher auf, sich einmal um die eigene Achse zu drehen, denn dort wolle sich jemand in Erinnerung bringen. Und tatsächlich saß Heinrich Vogeler höchstpersönlich in der kleinen Laube am anderen Ende des Gartens. In eindrucksvoll von Oliver Peuker (cosmos factory) vorgetragenen Worten beschwor Vogeler die Liebe zu seiner Frau und zu seinem Barkenhoff.

Oliver Peuker als Heinrich Vogeler


Bis zum 3. Oktober werden die Großplakate an 30 Stationen in Worpswede zu sehen sein und zum entsprechenden Museumsbesuch anregen. Die Werke von Overbeck, Vogeler, aber auch aktuellen Künstlern wie Frauke Migge, Heini Linkshänder und anderen werden auf den Lkw-Planen nicht nur wetterfest sein, sondern durch die Verarbeitung zu Taschen ein langes Leben geschenkt bekommen. Informationen dazu gibt es in der Touristen-Info und im Internet unter www.worpswede.de.

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Kulturjugendherberge Worpswede

Montag, 14. März 2011 18:02

In den vergangenen Wintermonaten hat die Worpsweder Jugendherberge eine sichtbare Verjüngungskur hinter sich gebracht. Etliche Zimmer im Neubautrakt wurden mit Duschbädern versehen, so dass dort komfortable Familienzimmer für vier Personen angeboten werden können. Der Eingangsbereich und die Rezeption wurden großzügiger gestaltet und einige Serviecangebote wie Spielgeräte und Getränkeautomaten zentralsiert. Dadurch wird die Geräuschbelästigung auf den Fluren eingedämmt.
Der große Speisesaal im Altbau wurde von den ehemals dominierenden Tresen befreit und strahlt nun eine warme, gemütliche Bistro-Atmosphäre aus. Das Buffet wurde auf den Flur ausgelagert und ist daher auch für das Servicepersonal der Jugendherberge weitaus besser zu bedienen.
Um dem Ruf als Jugendherberge in einem Künstlerdorf gerecht zu werden, wurde eine Kooperation mit dem Kulturverein KuKuK eingegangen. Bereits seit November 2010 ist KuKuK auf dem Gelände der Jugendherberge präsent und wird für das laufende Jahr ein erstes Programm vorlegen. Neben gestaltender Kunst werden sicher auch Theater und Aktionen eine Rolle spielen. Die Angebote werden sich an Schulklassen richten, die ihren zumeist fünftägigen Aufenthalt mit Aktivitäten ergänzen möchten, aber auch an Gruppen, die besondere kulturelle Wochenenden in Worpswede verbringen wollen.

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Donnerwetter, schon zwei Monate vorbei!

Dienstag, 8. März 2011 19:24

Nun, als Hobby-Blogger hat man/frau es nicht leicht. Vom neuen Jahr sind schon zwei Monate vergangen und im Blog ist nichts, rein gar nichts passiert. Das muss sich dringend ändern. Zwei Dinge haben wir schon in der “Pipeline” – wie man so schön norddeutsch sagt. Wir hatten Gelegenheit, unsere schöne Jugendherberge nach dem Umbau zu besichtigen, darüber müssen wir unbedingt schreiben, bestimmt in den nächsten Tagen, versprochen! Und, der Wahnsinn, Worpswede hat seine erste Ampel. Wo, wird auch in den nächsten Tagen verraten. Aber bitte: Fahrt nicht alle gleich dahin, um sie zu sehen. Sie bleibt noch länger!
Also, es geht weiter, zumindest sind die guten Vorsätze da.

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Kunst im Kubus

Donnerstag, 11. November 2010 20:03

Kunst kann auch auf kleinstem Raum Größe zeigen, das wollten die Initiatoren der aktuellen Ausstellung im Alten Rathaus von Worpswede demonstrieren. Am Anfang war die Idee, Kunst als transportables Objekt in den öffentlichen Raum zu bringen. Acrylwürfel, deren Inneres von Künstlern gestaltet wurde, sollten an allen möglichen öffentlichen Orten wie Verwaltungen, Banken, aber auch in der Gastronomie präsentiert werden. Einen wichtigen Schritt auf diesem Weg haben die Künstlerinnen Sabine Böhme, Inge Demin, Elisabeth Bohlen, Barbara Heine-Vollberg, Ingrid Holm und der Künstler Frank-Martin Stahlberg inzwischen vollzogen.
Sie stellen gemeinsam in 12 Acrylwürfeln auf rustikalen Stahlgestellen sehr unterschiedliche Werke aus. Thema war bei allen “KunsTRaum”, wobei das T beiden Wörtern zugeordnet ist – Traum auf kleinem Raum. Die Künstler/innen nähern sich dem Thema auf sehr differenzierte Art und Weise, sowohl was die Gestaltungsmittel angeht, als auch die inhaltliche Umsetzung.

Frank-Martin Stahlberg setzt eine realistische Frauengestalt zusammengekrümmt in einen düsteren Raum, dessen Wände innen und außen ihre Träume – teils hoffnungsvoll, teils düster – widerspiegeln.

Ingrid Holm lässt zwei Keramikfiguren über Spiegel Kontakt zueinander aufnehmen, während sie sich die Rücken zukehren. Unfähigkeit zur Kommunikation? Angst vor dem direkten Gegenüber?

Sabine Böhme konstruierte eine Pyramide mit der Abbildung eines leeren, toten Planeten, auf dem Scherenschnittmenschen umherirren, wanken, rennen. Endzeit?
Die Ausstellung bietet viele Denkanstöße, bildnerisch wie inhaltlich, und lohnt den Besuch auf jeden Fall.


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Worpsweder Kunsthandwerk präsentiert sich

Freitag, 22. Oktober 2010 18:34

Genau vier Wochen vor dem beliebten, alljährlichen Kunsthandwerkermarkt im Worpsweder Rathaus haben einige der Teilnehmer eine Präsentation in der Worpsweder Touristen-Information im Bremer Schnoor gestaltet. Ingrid Ripke-Bolinius (Keramik), Christel Schäfer-Pieper (Keramik), Rainer Staudenmaier (Schmuck), Brigitta Fuchs (Textil), Regina Blome-Weichert (Schmuck) und andere haben die Räumlichkeiten genutzt, um auf Podesten und Vitrinen einige ihrer Werkstücke auszustellen. Interessant gestaltete Fotocollagen an den Wänden stellen Worpsweder Landschaften vor, in die Regina Blome-Weichert jeweils passende Gewerke integriert hat.

Schmuck von Regina Blome-Weichert

Bei gutem Wetter lohnt sich auch das Verweilen vor dem Schaufenster, denn dort läuft eine Fotopräsentation mit überwiegend winterlichen Motiven aus dem Künstlerdorf. Dazwischen werden immer wieder Kunsthandwerker mit und während ihrer Arbeit vorgestellt.

Schmuck von Rainer Staudenmaier

Keramik von Christel Schäfer-Pieper

Keramik von Ingrid Ripke-Bolinius

Schmuck von Regina Blome-Weichert

Auf dem Weg aus dem Viertel oder aus der Theatergarage in die Innenstadt lohnt sich also der kleine Abstecher hinein in die Marterburg.


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