Kulturjugendherberge Worpswede

Montag, 14. März 2011

In den vergangenen Wintermonaten hat die Worpsweder Jugendherberge eine sichtbare Verjüngungskur hinter sich gebracht. Etliche Zimmer im Neubautrakt wurden mit Duschbädern versehen, so dass dort komfortable Familienzimmer für vier Personen angeboten werden können. Der Eingangsbereich und die Rezeption wurden großzügiger gestaltet und einige Serviecangebote wie Spielgeräte und Getränkeautomaten zentralsiert. Dadurch wird die Geräuschbelästigung auf den Fluren eingedämmt.
Der große Speisesaal im Altbau wurde von den ehemals dominierenden Tresen befreit und strahlt nun eine warme, gemütliche Bistro-Atmosphäre aus. Das Buffet wurde auf den Flur ausgelagert und ist daher auch für das Servicepersonal der Jugendherberge weitaus besser zu bedienen.
Um dem Ruf als Jugendherberge in einem Künstlerdorf gerecht zu werden, wurde eine Kooperation mit dem Kulturverein KuKuK eingegangen. Bereits seit November 2010 ist KuKuK auf dem Gelände der Jugendherberge präsent und wird für das laufende Jahr ein erstes Programm vorlegen. Neben gestaltender Kunst werden sicher auch Theater und Aktionen eine Rolle spielen. Die Angebote werden sich an Schulklassen richten, die ihren zumeist fünftägigen Aufenthalt mit Aktivitäten ergänzen möchten, aber auch an Gruppen, die besondere kulturelle Wochenenden in Worpswede verbringen wollen.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Donnerwetter, schon zwei Monate vorbei!

Dienstag, 8. März 2011

Nun, als Hobby-Blogger hat man/frau es nicht leicht. Vom neuen Jahr sind schon zwei Monate vergangen und im Blog ist nichts, rein gar nichts passiert. Das muss sich dringend ändern. Zwei Dinge haben wir schon in der “Pipeline” – wie man so schön norddeutsch sagt. Wir hatten Gelegenheit, unsere schöne Jugendherberge nach dem Umbau zu besichtigen, darüber müssen wir unbedingt schreiben, bestimmt in den nächsten Tagen, versprochen! Und, der Wahnsinn, Worpswede hat seine erste Ampel. Wo, wird auch in den nächsten Tagen verraten. Aber bitte: Fahrt nicht alle gleich dahin, um sie zu sehen. Sie bleibt noch länger!
Also, es geht weiter, zumindest sind die guten Vorsätze da.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Kunst im Kubus

Donnerstag, 11. November 2010

Kunst kann auch auf kleinstem Raum Größe zeigen, das wollten die Initiatoren der aktuellen Ausstellung im Alten Rathaus von Worpswede demonstrieren. Am Anfang war die Idee, Kunst als transportables Objekt in den öffentlichen Raum zu bringen. Acrylwürfel, deren Inneres von Künstlern gestaltet wurde, sollten an allen möglichen öffentlichen Orten wie Verwaltungen, Banken, aber auch in der Gastronomie präsentiert werden. Einen wichtigen Schritt auf diesem Weg haben die Künstlerinnen Sabine Böhme, Inge Demin, Elisabeth Bohlen, Barbara Heine-Vollberg, Ingrid Holm und der Künstler Frank-Martin Stahlberg inzwischen vollzogen.
Sie stellen gemeinsam in 12 Acrylwürfeln auf rustikalen Stahlgestellen sehr unterschiedliche Werke aus. Thema war bei allen “KunsTRaum”, wobei das T beiden Wörtern zugeordnet ist – Traum auf kleinem Raum. Die Künstler/innen nähern sich dem Thema auf sehr differenzierte Art und Weise, sowohl was die Gestaltungsmittel angeht, als auch die inhaltliche Umsetzung.

Frank-Martin Stahlberg setzt eine realistische Frauengestalt zusammengekrümmt in einen düsteren Raum, dessen Wände innen und außen ihre Träume – teils hoffnungsvoll, teils düster – widerspiegeln.

Ingrid Holm lässt zwei Keramikfiguren über Spiegel Kontakt zueinander aufnehmen, während sie sich die Rücken zukehren. Unfähigkeit zur Kommunikation? Angst vor dem direkten Gegenüber?

Sabine Böhme konstruierte eine Pyramide mit der Abbildung eines leeren, toten Planeten, auf dem Scherenschnittmenschen umherirren, wanken, rennen. Endzeit?
Die Ausstellung bietet viele Denkanstöße, bildnerisch wie inhaltlich, und lohnt den Besuch auf jeden Fall.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Worpsweder Kunsthandwerk präsentiert sich

Freitag, 22. Oktober 2010

Genau vier Wochen vor dem beliebten, alljährlichen Kunsthandwerkermarkt im Worpsweder Rathaus haben einige der Teilnehmer eine Präsentation in der Worpsweder Touristen-Information im Bremer Schnoor gestaltet. Ingrid Ripke-Bolinius (Keramik), Christel Schäfer-Pieper (Keramik), Rainer Staudenmaier (Schmuck), Brigitta Fuchs (Textil), Regina Blome-Weichert (Schmuck) und andere haben die Räumlichkeiten genutzt, um auf Podesten und Vitrinen einige ihrer Werkstücke auszustellen. Interessant gestaltete Fotocollagen an den Wänden stellen Worpsweder Landschaften vor, in die Regina Blome-Weichert jeweils passende Gewerke integriert hat.

Schmuck von Regina Blome-Weichert

Bei gutem Wetter lohnt sich auch das Verweilen vor dem Schaufenster, denn dort läuft eine Fotopräsentation mit überwiegend winterlichen Motiven aus dem Künstlerdorf. Dazwischen werden immer wieder Kunsthandwerker mit und während ihrer Arbeit vorgestellt.

Schmuck von Rainer Staudenmaier

Keramik von Christel Schäfer-Pieper

Keramik von Ingrid Ripke-Bolinius

Schmuck von Regina Blome-Weichert

Auf dem Weg aus dem Viertel oder aus der Theatergarage in die Innenstadt lohnt sich also der kleine Abstecher hinein in die Marterburg.

Thema: Allgemein, Ausstellungen, Kunst und Kultur, Worpswede | Kommentare (0)

Wir waren im Fernsehen

Donnerstag, 23. September 2010

Es scheint, als sei die Präsenz im Fernsehen das höchste Lebensziel eines Großteils der Deutschen. Während einige von uns nur auch mal “drin” sein wollen, verfolgen andere Mitbürger allerdings konkretere Ziele: Werbung für unsere Gemeinde (prima!), Werbung für Torfkahnfahrten (darf sein), Werbung für einen Torf-Likör (Schleichwerbung!).
Wenn das Fernsehen, in diesem Fall der NDR am 17. September 2010, ins Dorf kommt, herrscht helle Aufregung. Eine Örtlichkeit wird gesucht, interessante Mitmenschen sollen sich präsentieren, Musik muss auch sein, Typisches aus dem Dorf sowieso. Um den Kameras des NDR genug Motive zu bieten, fanden sich also einige Gruppen gegen Mittag gegenüber vom Rathaus ein – die Torfschiffer, die “Rüstigen Rentner”, die MusicHall-Macher, die Worpsweder Kunsthandwerker, Jens Kommerau mit einer Herdplatte, Eva Brexendorf mit einer Staffelei, diverse Musiker, der Brinkhof mit absolut leckeren Torten, ein Getränkestand, die Hamme-Hütte mit scharfen Bratwürsten. Dazu sah man selbstverständlich unseren Bürgermeister Schwenke und seinen Finanzchef Herrn Lebedinzew im Gespräch mit den leider nicht sehr zahlreich anwesenden Bürgern. Eine Live-Sendung aus Worpswede war angekündigt worden. Insgesamt gab es – abgesehen vom Vor- und Nachspann – am Nachmittag drei Liveschaltungen und am frühen Abend noch einmal kurze Einblicke in das kalte und teilweise nasse Treiben auf dem Platz. Die rüstigen Rentner wurden ebenso wie die MusicHall und die Kunsthandwerker/innen – die sich sehr aufwändig präsentiert hatten – leider nicht oder nur mit sehr kurzen Einblendungen berücksichtigt. Schade. Gerade die Rentner mit ihrer nachahmenswerten Initiative hätten es verdient gehabt.
Immerhin: Wir erfuhren, wie Herr Kommerau Knipp als Vorspeise zubereitet (werden wir sicher nachmachen!), wie man ein Torfschifferdiplom erwerben kann, dass es einen Likör in Worpswede gibt (Übrigens – diesen Likör erwähnen wir gern auch einmal in unserem Blog sehr positiv, müssten vorher allerdings die Gelegenheit erhalten, ihn ausgiebig und langfristig zu testen) und wie die 16 Mio Euro aus dem Masterplan verwendet werden.
In der NDR-Mediathek kann man die Sendung noch sehen. Als Suchwort geben Sie bitte Worpswede ein, denn einen direkten Link gibt es leider nicht.


Es gibt doch direkte Links, wie unser Besucher Karsten Schöpfer meldet. Bitte unter Kommentare nachsehen!

Thema: Allgemein, Kunst und Kultur, Worpswede | Kommentare (2)

Sonniger Erntefestumzug 2010

Donnerstag, 23. September 2010

Unser 4 jähriger Enkel war enttäuscht: “Der Umzug in Borgfeld war länger und mehr Bonbons gab es auch.” Na gut, Borgfeld feierte sein 775-jähriges Bestehen, da wird schon mehr auf die Beine gestellt, als bei einem normalen Erntefest.
Es gab wieder sehr liebevoll gestaltete Wagen, zum Beispiel den der Landfrauen mit der Erntekrone. Auch das Surfbrett und der Ernteteufel kamen gut an. Sehr schön bunt war der Wagen vom SOS-Kinderdorf gestaltet, von dem freundliche Kinder und Mitarbeiter herabwinkten. Die Kühe vom Heimatverein Neu St.Jürgen brachten die Zuschauer am Rand zum Schmunzeln.
So richtig toll fand unser Kleiner dann wieder die Jugendfeuerwehr am Schluss des Umzuges. Es wurde ein echtes Feuer entfacht und fachgerecht gelöscht, was natürlich einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Open-air-Galerie 2010

Sonntag, 22. August 2010

Kaum aus dem Urlaub zurück lockte schon wieder ein Großereignis ins Künstlerdorf – die diesjährige Open-air-Galerie. Gut, das Niveau des Vorjahres ließ nicht Gutes ahnen, obwohl vorher mächtig die PR-Trommel gerührt wurde und der “Spiegel Worpswedes auf Hochglanz” poliert worden war. Bei Petrus sind die Organisatoren offensichtlich auch vorstellig geworden, denn das Wetter war prächtig. Die Stimmung auch, aber die Kunst? Und das Kunsthandwerk?

Open-air-Galerie 2010

» Weiterlesen

Thema: Allgemein | Kommentare (1)

20 Jahre BBK Osterholz in Worpswede

Dienstag, 9. März 2010

Nun gibt es kein Zurück mehr: Am Sonntag, 7. März, wurde in der Galerie Bernack in der Alten Molkerei die vorerst letzte Ausstellung eröffnet. In seinen einleitenden Worten konnte Lothar Bernack, der schon seit Januar nicht mehr Eigentümer des Gebäudeensembles ist, leider keine Perspektive für die Zukunft beschreiben. Offensichtlich hält sich der neue Eigentümer – Knut Schakinnis, Betreiber der Theaterschiffe Bremen und Lübeck – bedeckt oder er ist noch unentschlossen.

BBK Osterholz

» Weiterlesen

Thema: Ausstellungen, Kunst und Kultur | Kommentare (0)

Stiftungsbasar offiziell eröffnet

Montag, 8. März 2010

Stiftung WorpswedeBereits seit Ende Februar präsentiert sich die Stiftung Worpswede in der Passage an der Bergstraße 32 mit einer eigenen und besonderen Verkaufsidee. Die feierliche Eröffnung bei gutem Wein fand nun am Samstag, 6. März, statt und lockte nicht nur wegen der Tombola etliche Besucher an. (Der Autor hat leider keinen der wertvollen Preise gewonnen, die von Worpsweder Geschäftsleuten gern zur Verfügung gestellt wurden!)

In dem liebevoll eingerichteten Laden werden gebrauchte, aber sehr gut erhaltene Bücher aller Genres – vom Krimi bis zum Kochbuch, Kunstbände ebenso wie Anleitungen zur richtigen Gartenpflege – zum günstigen Preis angeboten. CD und DVD bereichern das Angebot. Daneben werden in Vitrinen und auf hübsch dekorierten Tischen und Regalen kunsthandwerkliche Gegenstände und ausgefallene Gebrauchsartikel angeboten. Sie sind zu einem Mindestpreis zu bekommen, doch die im Laden tätigen ehrenamtlichen Verkäuferinnen und Verkäufer – in erster Linie Charlotte Meier – freuen sich natürlich über eine deutliche “Aufrundung”. Es wird mit dieser lockeren Preisgestaltung ausdrücklich an die Spendenbereitschaft der Besucher apelliert aber auch deutlich gemacht, dass die Stiftung auf keinen Fall in Konkurrenz zu den etablierten Geschäften treten möchte.

Stiftung Worpswede

Um einem hoffentlich schnellen Schwund durch Verkauf rechtzeitig zu begegnen, bittet die Stiftung alle Worpsweder, sich mit Buchspenden (bitte wenden an Eckard Hagge unter 04792 / 1540) und gut erhalten besonderen Stücken, seien es Gebrauchsgegenstände oder Spenden aus den Ateliers der Kunsthandwerker (bitte wenden an Steffi Ulrich unter 04792 / 951130) an dem Gelingen des Stiftungsladens zu beteiligen.

Thema: Allgemein, Ausstellungen, Kunst und Kultur | Kommentare (0)

Ein verspätetes aber gleichwohl frohes Neues Jahr…

Samstag, 23. Januar 2010

Winter in Worpswede

…wünscht allen Leserinnen und Lesern der worpswede-blog! Obwohl der Wunsch nur noch für etwas mehr als 11 Monate gilt, wollten wir es nicht versäumen, unseren Besucher/inne/n alles Gute zu wünschen. Hoffen wir, dass die Krise in diesem Jahr nicht so wie befürchtet auf den Arbeitsmarkt durchschlägt. Nehmen wir es als ein gutes Omen, dass Worpswede seinen Status als staatlich anerkannter Erholungsort behaupten konnte. Wenn unsere Hoteliers nun auch noch mitziehen und die Milliarde Mehrwertsteuersenkung an ihre Gäste weiter geben, kann es doch nur aufwärts gehen mit unserem Dorf. Macht es bitte aber nicht so wie das Hotel Ritzi in München, wo statt Preissenkung kostenloses Süffeln aus der Minibar eingeführt wurde. Das schadet nun wiederum nur unseren Gastronomen, die ihr Bier und ihren Schnaps nicht mehr loswerden!
In diesem Sinne – bis bald mit hoffentlich wieder interessanteren Informationen.

Thema: Allgemein, In eigener Sache | Kommentare (0)