Peter Zimmermann Retrospektive im Gut Sandbeck

Sonntag, 8. Oktober 2017

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In einem unserer ersten Beiträge im Worpswede-Blog im April 2006 berichteten wir über die Einzelausstellung des Künstlers Peter Zimmermann in der Kunsthalle Netzel in Worpswede. Im Jahr darauf verstarb der kreative und überaus sympathische Maler und Grafiker und hinterließ nicht nur in seiner Familie, seinem Freundeskreis, in der Kunstszene Deutschlands, sondern ganz speziell im Kunstverein Osterholz-Scharmbeck eine schmerzliche Lücke. Jahrelang hatte er den Verein als Vorsitzender geprägt und zu Aufmerksamkeit verholfen.
Anlässlich seines zehnten Todestages ehrt der Kunstverein den Künstler und Menschen Peter Zimmermann mit einer Retrospektive seines Schaffens unter dem Titel „handle with care“. In seinen Ölbildern und vielfarbigen, aufwändig von seiner Frau Liane gedruckten Radierungen beschäftigt er sich häufig mit dem Verhältnis Mensch-Natur, das er sehr kritisch und mahnend erlebt und darstellt. Dabei ist der Mensch nicht nur Zerstörer von Natur, mit Straßen, Häusern und „Versteinerungen“, manchmal holt sich die Natur auch ein Teil zurück. Aber Peter Zimmermann mahnt nicht mit dem drohend erhobenen Zeigefinger, sondern sehr oft mit einem hintergründigen Schmunzeln.
Die Ausstellung zeigt einige Ölbilder als Leihgaben, aber überwiegend Radierungen, die zum Nachdenken und zugleich wegen ihrer Gestaltung und harmonischen Farbigkeit zum Kauf anregen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 12.11.2017 in der Galerie Gut Sandbeck in Osterholz-Scharmbeck zu sehen, jeweils Samstag 15:00 bis 18:00 und Sonntag 11:00 bis 18:00.

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Rilkes Worpsweder Tagebuch (1900)

Donnerstag, 5. Oktober 2017

* Gelesen von Oliver Peuker (Cosmos Factory Theaterproduktion) *
Samstag, 14. Oktober 2017 um 19:00 Uhr

Barkenhoff
Heinrich-Vogeler-Museum
Ostendorfer Str. 10, 27726 Worpswede

Eintritt 10,-€ / ermäßigt 8,-€ (Mitglieder der Heinrich-Vogeler-Gesellschaft)
Kartenreservierungen: Tel.: 04792 – 3968

Rilkes Worpsweder Tagebuch (1900) – Lesung mit Oliver Peuker
Gerade von einer Russlandreise zurückgekehrt, kommt der junge Dichter Rainer Maria Rilke auf Einladung des Künstlers Heinrich Vogeler im Spätsommer 1900 nach Worpswede. Es ist sein zweiter Besuch auf Vogelers Barkenhoff, der um die Jahrhundertwende als Mittelpunkt geistigen und kulturellen Lebens weit über Worpswede hinaus bekannt ist. Dieser Aufenthalt wird für Rilke sowohl künstlerisch, als auch privat zum schicksalhaften Ereignis. Neben den prägenden Impulsen für seine weitere künstlerische Entwicklung und dem Erlebnis der Worpsweder Landschaft sind es vor allem die intensiven Begegnungen mit den Menschen der Künstlergemeinschaft, die sein Leben nachhaltig verändern werden. In diesem sechswöchigen Aufenthalt entsteht eine lebenslange und vielschichtige Freundschaft mit der Malerin Paula Modersohn-Becker und die Begegnung mit der Bildhauerin Clara Westhoff mündet kurze Zeit später in einer Heirat. Einfühlsam und zugleich voller sprachlicher Kraft schildert Rainer Maria Rilke diese Erlebnisse in seinen Tagebuchaufzeichnungen, die in der Beschreibung der legendären sonntäglichen Zusammenkünfte der Künstlergemeinschaft im „Weißen Saal“ ihren Höhepunkt finden.

Gelesen wird „Rilkes Worpsweder Tagebuch“ von dem Schauspieler und Regisseur Oliver Peuker. Der künstlerische Leiter der Cosmos Factory Theaterproduktion beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Leben und Werk Rainer Maria Rilkes.

Oliver Peuker ist seit 1986 freischaffend als Schauspieler, Regisseur und Sprecher tätig. Neben Auftritten bei Theaterfestivals im In- und Ausland war er als Darsteller in Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen zu sehen. Als Gründungsmitglied der Cosmos Factory ist Oliver Peuker seit 1999 an allen Produktionen des Theaters maßgeblich als Regisseur und meist auch als Schauspieler beteiligt. Überregional bekannt wurde die Cosmos Factory durch die Open-Air- Produktionen für den Theatersommer auf dem Barkenhoff Worpswede – wie z.B. „Heinrich Eduardowitsch-Archäologie eines Traums“ und „Paula & Frida. 2016 sorgte die Inszenierung des Niedersachsensteins auf dem Weyerberg in Worpswede für großes Aufsehen. Seit vielen Jahren ist Oliver Peuker zudem mit seinen Lese-Programmen (u.a. Edgar Allan Poe, Joseph Moncure March und Joachim Ringelnatz) im Norddeutschen Raum unterwegs.

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Jugend in der alten Worpsweder Mühle

Dienstag, 3. Oktober 2017

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Im Rahmen des RAW Festivals wurde auch in diesem Jahr wieder zur Teilnahme an einem Jugendfotopreis aufgerufen, den die RAW Veranstalter gemeinsam mit dem Kreis Osterholz und der Volksbank Worpswede veranstalten. Über dreißig Teilnehmer/innen aus zwei Altersgruppen – bis 15 und bis 20 Jahre – haben ihre Landschaftsaufnahmen eingereicht, die nun mit der entsprechenden Platzierung in der Worpsweder Mühle ausgestellt werden. Sowohl von der Gestaltung, als auch von der technischen Umsetzung her sind erstaunliche Ergebnisse zu besichtigen, von der nebulösen Landschaft bis hin zu typischen Details. Wochentags sind die Fotos bis zum 15.Oktober von 14:00 bis 18:00 zu besichtigen, am Wochenende bereits ab 12:00. Es lohnt sich, zumal das Innere unserer Mühle immer sehenswert ist!

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„Worpswede – Die zweite Generation“ bei Cohrs-Zirus

Donnerstag, 28. September 2017

Foto: Cohrs-Zirus

Foto: Cohrs-Zirus

Die Ausstellung
„Worpswede – Die zweite Generation“
in der Galerie Cohrs-Zirus, Worpswede, widmet sich diesmal ausschließlich den Künstlern der sogenannten „zweiten Generation“. In einer umfangreichen Werkschau wird die vielfältige Weiterentwicklung der Kunst in Worpswede gezeigt, nachdem sich die zweite Generation von Künstlern im Ort niederließ. Sie waren ihren Vorbildern thematisch oft verbunden, gingen in Farbgebung und Duktus jedoch ihre ganz eigenen Wege, auch beeinflußt von modernen Strömungen wie dem Impressionismus. In der Ausstellung von über hundert Bildern ist die zweite Künstlergeneration fast vollständig vertreten.

Mit ihrem zur Zeit laufenden Raw-Photofestival zeigt sich die Künstlerkolonie Worpswede offen für die Entwicklung neuer und neuester künstlerischer Medien, doch vergißt sie darüber keineswegs die sorgfältige Pflege ihres künstlerischen Erbes. Die Arbeiten der Koloniegründer – von Fritz Mackensen und Otto Modersohn bis hin zu Heinrich Vogeler – werden in Dauerausstellungen präsentiert, und auch das Schaffen der Künstler, die den Gründern ins Teufelsmoor gefolgt sind, wird immer wieder in Ausstellungen gewürdigt.

In ihrer neuen, umfangreichen Ausstellung widmet sich die im Ortskern Worpswedes gelegene Galerie Cohrs-Zirus nun ausschließlich Arbeiten der sogenannten „Zweiten Künstlergeneration“. Von jeher wurden unter diesem Begriff die Maler, Graphiker und auch Bildhauer zusammengefaßt, die den Gründern als Schüler oder Kollegen ins Teufelsmoor folgten und sich ihnen thematisch und formal mehr oder weniger stark verpflichtet fühlten. Wie etwa Walter Bertelsmann (1877-1963), der als Schüler Hans am Endes ins Dorf kam. Von ihm werden einige farblich fein differenzierte See- und Flußlandschaften gezeigt und schon eine frühe Sylt-Studie verrät eine außerordentliche koloristische Sicherheit. Oder etwa Udo Peters (1884-1964), der mit seinen farbstarken und flächig angelegten Dorfansichten zum Chronisten des Ortes wurde. Besondere Aufmerksamkeit verdienen jedoch auch die Zeichnungen und Ölbilder Karl Krummachers (1867-1955), dessen 150. Geburtstages mit dieser Ausstellung besonders gedacht werden soll. Seine Figurenzeichnungen – Zeitungsleser, spielende Kinder und Bauernporträts – brauchen die Nähe zu den Arbeiten Paula Modersohn-Beckers, der bedeutendsten künstlerischen Persönlichkeit, die Worpswede hervorgebracht hat und die ebenfalls zur zweiten künstlerischen Generation des Ortes zählt, durchaus nicht zu scheuen.

Worpswede – Die zweite Generation
Ausstellungsdauer:
— 30. September – 5. November 2017 —
Eröffnung am Sonnabend, dem 30. September, um 16 Uhr, durch Herrn Rainer B. Schossig, Kulturjournalist und Kunstwissenschaftler aus Bremen.

Öffnungszeiten: Sa und So 11-13 und 14-18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung.

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5 Jahre Bergfest in Worpswede

Dienstag, 13. Juni 2017

Worpswede feiert 5 Jahre Bergfest und wir veröffentlichen hier die Einladung unserer Gemeinde und der Kulturbeauftragten Klaudia Krohn

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Anlass für ein erstes Bergfest gab im Jahr 2012 die zur Hälfte sanierte Bergstraße. Die Idee, ein Fest dieser besonderen Art zu feiern, hatte eine Gruppe engagierter Bürger, man wollte diesen Meilenstein mit einem Bürgerfest gebührend feiern. Ähnlich einem „Stühlerücken“ zur Wohnungseinweihung waren die Gäste eingeladen, alles Notwendige für ein gemütliches Beisammensein bei Speis und Trank selbst mitzubringen. Die Gemeinde stellte die „Möbel“, eine lange Tischreihe mit Bänken, zur Verfügung.
Dass diese Veranstaltungsidee gerne von vielen Worpswedern Bürgern – von Ostersode bis Waakhausen – angenommen wird, haben die letzten Jahre gezeigt. Auch bei mehr oder weniger gutem Wetter, das Fest wird seit fünf Jahren gefeiert!

Alle Worpsweder Bürgerinnen und Bürger von Ostersode bis Waakhausen sind daher wieder herzlich eingeladen in der Bergstraße zusammenzukommen, sich kennenzulernen, sich bei ausgelassener Stimmung auszutauschen und gemeinsam zu feiern. Sie schmücken und decken Ihre Plätze mit allem, was Sie aus Ihrem Picknickkorb hervorzaubern. Gestalten Sie die lange Tafel ganz nach Ihren Vorstellungen und Ihrer Fantasie.

Laden Sie Ihre Familie, Freunde und Nachbarn ein, um gemeinsam einen schönen Sommerabend zu verbringen.

Wir freuen uns darauf, mit ganz vielen Worpswedern und Freunden am Freitag, den 23. Juni, ab 17 Uhr ein fröhliches Fest zu feiern!

Mit freundlichen Grüßen
für das Bergfest-Team

Klaudia Krohn
Gemeinde Worpswede
Kulturbeauftrage
Altes Rathaus
Bergstraße 1
27726 Worpswede

Tel. 04792-9878919
Fax 04792-9878920

krohn@worpswede-touristik.de

Nur bei sehr schlechtem Wetter muss das Fest leider ausfallen. Rückfragen unter 04792-312-0 oder 98 78 919.

SAFE THE DATE!!
Das 7. Bergfest findet am Freitag, den 22. Juni 2018 statt.

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