Sonntag am Freitagabend

Wohin nach einer Ausstellungseröffnung, die wieder mal etwas länger dauerte und nach ein paar Gläsern Wein ein grollendes Hungergefühl hinterließ? Für die meisten Restaurants in unserem schönen Dorf war es zu spät am Freitagabend, also gingen wir dem Sonntag entgegen. Sonntag, ehemals bekannt als Ludwigs Kneipe, strategisch gut gelegen und unter der neuer Leitung von Jojo Fischer, verspricht am Wochenende „Warme Küche bis 23.00Uhr“.
Der erste trockende Maiabend verlockte unsere etwas größere Gruppe dazu, draußen unter dem schmalen Vordach zu bleiben. Gegen die aufsteigende Kälte wurden von der netten und aufmerksamen Bedienung Decken gereicht. Die waren auch nötig, denn die Wartezeit war schon recht lang, worüber aber die schnell gereichten Getränke hinweg trösteten. Das Bier war frisch und gut gezapft, mein offener, trockener Rotwein dagegen etwas belanglos und mir noch nicht trocken genug. Aber er ist mir bekommen.

Alle Tage Sonntag

Das Angebot an kleinen Speisen ist ausgesprochen gut. Flammkuchen in diversen Variationen, Antipasti, Salate und Zwiebelsuppe. Langjährige Erfahrung mit Zwiebelsuppe sagt mir, dass man vorsichtig heran gehen muss, um sich nicht den Mund zu verbrennen. Der erste Löffel lässt Erinnerungen wach werden an lang vergangene Zeiten, an Piets Pinte und den Kleinen Olymp im Schnoor. Sehr lecker, genau richtig gewürzt und gegart. Der halbe – ja, auch das geht – Flammkuchen mit frischem Blattspinat und Zwiebeln, darunter ein knuspriger Teigfladen, schmeckt uns ebenfalls bestens. Die Preise sind moderat, die Bedienung sehr freundlich, macht weiter so, Jojo und Team.

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Datum: Samstag, 19. Mai 2012
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