Freshly Ground in der Music Hall

Winner des Metro Awards, vierfache Nominierung für die Sama Awards für das Album des Jahres, beste Band usw. – Freshly Ground aus Südafrika. Die Macher der Music Hall haben es geschafft, diese Band in den Club zu holen, zwischen ihren Konzerten auf dem Masala Festival in Hannover, dem Salisbury International Arts Festival und anderen deutlich größeren Gigs.

Als Popband mit afrikanischem Hintergrund waren sie angekündigt und so kamen sie auch rüber. Die Instrumentierung einer Popband, zusätzlich Tenorsax, Querflöte und E-Violine brachte Power und Fröhlichkeit auf die Bühne, ließ aber den afrikanischen Hintergrund zu kurz kommen. Vielleicht habe nicht nur ich einen Percussionisten vermisst? Sängerin Zolani hatte Spaß an ihrem Auftritt und konnte den auch bestens auf das Publikum übertragen, ebenso Kyla (E-Violine und Keyboard), die ebenfalls gesanglich überzeugen konnte. Der Gesang wirkte aber etwas brav, zu sanft und hätte durchaus mal rauere und schrillere Töne vertragen können. Samba, Rumba, Limbo, Blues blitzten bei einigen Stücken durch, wurden aber zumeist in einen Mantel aus gefälligem Pop gehüllt.

Die männlichen Bandmitglieder spielten ihre Parts gekonnt, mit sichtbarem Engagement und die Zwischenbemerkung der kleinen, quirligen Sängerin, in Worpswede sei es ja viel heißer als bei Ihnen zu Hause, wurde durch ihren häufigen Griff zum Handtuch unterstützt.

Wäre die Music Hall nicht so voll gewesen, hätte man zu der fröhlichen Musik gut tanzen können. Der Besuch hat sich gelohnt, auch wenn die Erwartungen durch die hervorragende Presse ein bisschen höher waren.


Tags »

Autor:
Datum: Samstag, 7. Juni 2008
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Allgemein

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben